Freitag, März 11, 2011

Was gibt es bei Contactlinsen beim Sport zu beachten?

Contactlinsen verhelfen dem Sportler nicht allein zum optimalen Augenmaß beim Abschätzen von Distanz und Geschwindigkeit, sondern auch zu bestmöglichem Raum- und Bewegungssehen. Das wiederum erhöht die Sicherheit und beschleunigt das Reaktionsvermögen.
Dennoch betreiben immer noch 30 bis 40 Prozent der Erwachsenen und Kinder in Deutschland ihren Sport ohne Korrektion ihrer Fehlsichtigkeit.

Durch die modernen, extrem sauerstoffdurchlässigen Materialien für Contactlinsen und die augengerechten Innenkurven können heute ungefähr 90% aller fehlsichtigen Sportler während der Sportausübung korrigiert werden, meist auch länger.

Es kommt entscheidend darauf an, der Hornhaut durch die Contactlinse genügend Sauerstoff zukommen zu lassen, ausreichend Tränen zum optimalen Sitz und ein gutes Bewegungsverhalten der Linsen auch bei Sportarten mit Gegenwind und in trockenen Räumen zu erhalten.

Die bei der Belastung entstehende Wärme kann zu Problemen führen, so dass auch die Wärmeabgabe durch die Contactlinse eine Rolle spielt, ebenso wie die Undurchlässigkeit von UV-Strahlen bei Sportarten im Freien.
Bei extremer körperlicher Anstrengung verändert sich die Form der Hornhaut. Ihrer vorübergehenden Wölbungsänderung muss die Beweglichkeit der Linsen entsprechen.
Die entstehende Körperwärme führt zu einer Abtrocknung des Auges und damit zu geringerer Tränenflüssigkeit, auf der die Linse schwimmen kann. Gerade bei Ausdauersportarten kommt es zu einem erhöhten Sauerstoffbedarf am Auge, der durch entsprechende Materialien ausgeglichen bleiben muss.
Bei Kontaktsportarten wie Kampfsport oder Fußball ist an die Verlustgefahr zu denken, genau wie bei den Wassersportarten.
Bei Hallensport ist zu berücksichtigen, dass weniger Sauerstoff zur Verfügung steht, wie bei Sport im Freien, wobei hier natürlich Wind und Staub nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Vor allem in Reithallen wird viel Staub aufgewirbelt, und beim Krafttraining im Fitnessstudio kommt es zu vermehrter Schweißbildung, was zu verstärkter Bildung von Ablagerungen auf den Linsenoberflächen und damit verminderter Sauerstoffdurchlässigkeit führt.
Spezielle Empfehlungen zu Reinigung und Desinfektion geben die Gewähr, dass Augen und Linsen auch extremen sportlichen Belastungen gewachsen sind.
Sporttreibende Contactlinsenträger, die regelmäßig ihre Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, zwischen 2 und 4mal im Jahr, sind immer auf der sicheren Seite.
Nicht vergessen werden dürfen bei Kurzsichtigkeiten regelmäßige Netzhautkontrollen beim Augenarzt, weil durch den Sport Erschütterungen des Auges zu Netzhautablösungen führen könnten.