Donnerstag, Oktober 27, 2011

50 Jahre Weichlinse, wie alles begann

50 Jahre Weichlinse – wie alles begann

Als der tschechoslowakische Polymerchemiker Dr. Otto Wichterle in den fünfziger Jahren mit der Bahn reiste, kam er zufällig mit einem Augenoptiker ins Gespräch, der in einer Fachzeitung über harte Kontaktlinsen aus festem Acrylat – PMMA las.

Wichterle war zu dieser Zeit in Prag am Institut für Polymertechnologie bereits mit der Entwicklung weicher Kunststoffe für Körperersatzteile wie Knie- und Hüftgelenksschalen beschäftigt. Noch während der Bahnreise fand er eine Strukturformel, mit der Hydroxylgruppen in die Acrylatstruktur eingebunden werden konnten und die so die harte Contactlinse weich machen sollten. Wenig später schloß er seine Forschungen am neuen Werkstoff Hydroxyethylmethacrylat (HEMA) ab. Damit war die Weichlinse erfunden und zum Patent angemeldet.

Wegen seiner humanistischen Einstellung wurde er im damals kommunistischen System zum Dissidenten erklärt und durfte offiziell nicht mehr wissenschaftlich arbeiten. Doch Wichterle lies seine Erfindung und deren technische Umsetzung nicht in Ruhe. Während einer Kaffeepause beobachtete er wie die Zentrifugalkraft die rotierende Flüssigkeit am Tassenrand aufsteigen lies. Der aufsteigende Kaffee nahm die Form eines Paraboloides an, das der asphärischen Hornhautvorderfläche glich. Die dioptrische Wirkung konnte über die Außenfläche erzielt werden.

Aus dem Metallbaukasten seiner Söhne und dem häuslichen Grammophonmotor baute er eine Maschine, mit der er zum ersten Mal das Spin Casting Verfahren testete. Dabei wurde flüssiger Kunststoff in kleine Schalen befüllt. Durch die Rotation der anfangs 4, später bis zu 15 Spindeln kroch dieser an den Wänden hoch. So gelang es ihm mittels Schleudertechnik kontaktlinsenähnliche gebogene Scheibchen herzustellen. Verschiedene Krümmungen und Stärken wurden über die Kunststoffmenge und die Drehgeschwindigkeit erzielt. Da die Stärken anfangs oftmals bis zu 7 Dioptrien abwichen, wurden die Contactlinsen kurzerhand in Serie gefertigt, vermessen und nach Stärken sortiert.

Ohne Wichterles Wissen wurden die daraus resultierenden Patente durch die tschechoslowakische Regierung auf Umwegen an Bausch & Lomb verkauft. Dadurch wurde der Startschuß für einen kommerziellen, weltweiten Siegeszug gegeben, an dem Wichterle nicht beteiligt wurde.

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Montag, Oktober 3, 2011

Welche Kontaktlinse ist die Richtige für mich

Welche Kontaktlinse ist die Richtige für mich?

In den letzten Jahren ist eine rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Contactlinse zu beobachten. Die Zeiten, in denen es nur weiche und harte Contactlinsen gab, sind vorbei. Die Vielfalt der auf dem Kontaktlinsenmarkt befindlichen Produkte wird immer größer.

Heute sind Kontaktlinsen gefragt, welche den Seh- und Komfortansprüchen in immer komplexeren Alltagssituationen gerecht werden. So arbeiten wir stundenlang am PC, in klimatisierten Räumen, haben 36-Stunden-Dienste und legen zwischendurch noch Flugreisen zurück. Abends treiben wir noch ein wenig Sport, gehen ins Kino oder in ein Lokal. Nachts werden dann noch schnell die Emails gecheckt, etwas im Internet gesurft und schlußendlich noch vorm Fernseher abgehangen. Für unsere Augen bedeutet dies eine große Anstrengung, für die Kontaktlinsen eine hohe Herausforderung an die Augengesundheit.

Weiterhin muss auf die Tränensituation geachtet werden. Heute klagen viel mehr Kontaktlinsenträger über trockene Augen, als dies noch zum Beginn der Kontaktlinsenversorgungen der Fall war. Der Tragekomfort leidet. Dies liegt an den geänderten Umwelteinflüssen, die da moderne Lebensmittel, Klimaanlagen, Hormonbehandlungen, Allergien und Medikamente wären.

Diese unterschiedlichen Voraussetzungen bringt der Kontaktlinseninteressent mit. Die Aufgabe des Kontaktlinsenspezialisten besteht nun darin, den geeigneten Contactlinsentyp für seinen Kunden herauszufinden. Dabei hat er im Moment die Auswahl aus zahlreichen Materialien und Typen, ungefähr 30 verschiedene Weichlinsenmaterialien und etwa 20 gängige Materialien für formstabile Contactlinsen. Alle Materialien sind unterschiedlich in ihren Eigenschaften, wie Sauerstoffdurchlässigkeit, Benetzbarkeit, Robustheit, Neigung zu Ablagerungen und der Speicherung von Flüssigkeit. Weiterhin haben diese Materialien aufgrund ihrer Polymerzusammensetzung und Herstellungstechnik auch unterschiedliche Nutzungszeiträume wie täglich, 14-tägig, monatlich, halbjährlich, jährlich oder alle zwei Jahre.

Das Ziel des Kontaktlinsenspezialisten und der kontaktlinsenherstellenden Industrie ist es, für jeden Fehlsichtigen komfortable Contactlinsen zu finden, die er bei bester Sauerstoffversorgung und ohne zeitliche Einschränkung tragen kann. Eine Kontaktlinse mit guter Optik und nicht so guter Verträglichkeit ist keine zufriedenstellende Lösung für den Anwender. Der Contactlinsenträger soll möglichst wenig von den Linsen merken.

Neben der idealen Passform der Contactlinse an das Auge, die den Tränenaustausch und die damit verbundene Nährstoffversorgung der Hornhaut gewährt, ist eine weitere wichtige Forderung an die Contactlinse die Sauerstoffdurchlässigkeit für jahrzehntelangen optimalen Tragekomfort. Während die Linsen ganz zu Beginn, vor mehr als hundert Jahren, gar keinen Sauerstoff an das Auge gelangen ließen, steigerte sich der Sauerstoffdurchlass in den letzten Jahren enorm. Contactlinsenmaterialien der neueren Generation lassen soviel Sauerstoff an das Augengewebe, dass sie von europäischen Behörden und der sehr strengen amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung bekommen, 30 Tage und Nächte ununterbrochen getragen werden zu dürfen, sogenannte Tag- und Nachtlinsen. Bei regelrechter Anwendung und regelmäßigen Kontrollen des vorderen Augenabschnittes und besonders der Hornhaut bekommt der Anwender das Gefühl keine Fehlsichtigkeit zu haben.

Ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Nachtlinsen, die ausschließlich nachts beim Schlafen getragen werden. Tagsüber braucht man dann keine Contactlinsen mehr, weil die spezielle Geometrie der Orthokeratologie-Kontaktlinse nachts die Form der Vorderfläche des Auges so verändert, dass tagsüber ohne Sehhilfe die optimale Sehschärfe erreicht wird. Trägern dieser Nachtlinsen macht die trockene Büroluft nichts aus und sie können keine Kontaktlinsen mehr verlieren, wenn sie ihren Sport ausüben.

Aber auch die neuen Geometrien für multifokale oder bifokale Kontaktlinsen eröffnen neue Versorgungsmöglichkeiten bei Kontaktlinsenträgern, die zu ihrem Sehfehler in der Ferne nun auch Probleme beim Lesen bekommen. War früher nur eine zusätzliche Lesebrille zu den Fern-Contactlinsen oder die Monovision möglich, so können nun auch Zwischendistanzen korrigiert werden. So kann die Generation 40+ nicht nur ihr Alter am Arbeitsplatz vertuschen, sondern braucht auch nicht auf spezielle Sportarten, wie bspw. Tennis, zu verzichten.

Samstag, Oktober 1, 2011

Qyper LE Bewertung bei Qype 2011.09.24

Contactlinsen Grohmann bei QYPE

Bisher hatte ich meine Kontaktlinsen immer bei einem der in Deutschland vertretenen Versandhandel gekauft und war da nur so einigermaßen zufrieden. Danach folgten 4 mißglückte Kontaktlinsen-Anpassversuche bei Optikerketten und Optikern in Leipzig bevor ich dann beim Kontaktlinsenstudio “Contactlinsen Grohmann” gelandet bin.

Nach einer Terminvergabe bei Contactlinsen Grohmann, fand eine kostenfreie Erstberatung in ruhiger Athmosphäre statt, wo Linsenarten, Preise, Werteermittlung der Augen etc. beprochen werden. Eine ruhige, nette Beratung, viel Fachwissen und sehr viel Zeit für den Kunden, garantieren die perfekten Kontaktlinsen.

Die Geschäftsführerin ist für mich ein absoluter Profi in ihrem Fach, hat selbst bei kompliziertesten Augensituationen (wie sich dann bei mir heraus gestellt hatte) eine Lösung parat. Auf so viel know-how kann man sich wirklich verlassen und man fühlt sich bestens aufgehoben.
Nicht nur Kontaktlinsen, auch eine auf die eigenen Augen gut abgestimmte Kontaktlinsenpflege, die ja auch einen langen Gebrauch erst ermöglicht, kommt dort nicht zu kurz. Pflegemittel und Zubehör gibt es zu günstigen Preisen.
Vielleicht gibt es billigere Anpassungen & Kontaktlinsen in Leipzig, dieses KL-Studio ist aber vom Feinsten und jeden Euro wert.

Nun habe ich keine Erfahrungen mit anderen KL-Studios, aber mein Gefühl sagt mir, dass hier alles zusammenpasst.
All das hat dazu geführt, dass ich jetzt die für mich besseren Linsen trage, die nicht einmal mehr kosten, sondern sauerstoffdurchlässiger und verträglicher sind.

Fazit:
Die Beratung und der Service sind sehr gut und eine gute Adresse für alle, die auf Individualität Wert legen.