Montag, Oktober 3, 2011

Welche Kontaktlinse ist die Richtige für mich

Welche Kontaktlinse ist die Richtige für mich?

In den letzten Jahren ist eine rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Contactlinse zu beobachten. Die Zeiten, in denen es nur weiche und harte Contactlinsen gab, sind vorbei. Die Vielfalt der auf dem Kontaktlinsenmarkt befindlichen Produkte wird immer größer.

Heute sind Kontaktlinsen gefragt, welche den Seh- und Komfortansprüchen in immer komplexeren Alltagssituationen gerecht werden. So arbeiten wir stundenlang am PC, in klimatisierten Räumen, haben 36-Stunden-Dienste und legen zwischendurch noch Flugreisen zurück. Abends treiben wir noch ein wenig Sport, gehen ins Kino oder in ein Lokal. Nachts werden dann noch schnell die Emails gecheckt, etwas im Internet gesurft und schlußendlich noch vorm Fernseher abgehangen. Für unsere Augen bedeutet dies eine große Anstrengung, für die Kontaktlinsen eine hohe Herausforderung an die Augengesundheit.

Weiterhin muss auf die Tränensituation geachtet werden. Heute klagen viel mehr Kontaktlinsenträger über trockene Augen, als dies noch zum Beginn der Kontaktlinsenversorgungen der Fall war. Der Tragekomfort leidet. Dies liegt an den geänderten Umwelteinflüssen, die da moderne Lebensmittel, Klimaanlagen, Hormonbehandlungen, Allergien und Medikamente wären.

Diese unterschiedlichen Voraussetzungen bringt der Kontaktlinseninteressent mit. Die Aufgabe des Kontaktlinsenspezialisten besteht nun darin, den geeigneten Contactlinsentyp für seinen Kunden herauszufinden. Dabei hat er im Moment die Auswahl aus zahlreichen Materialien und Typen, ungefähr 30 verschiedene Weichlinsenmaterialien und etwa 20 gängige Materialien für formstabile Contactlinsen. Alle Materialien sind unterschiedlich in ihren Eigenschaften, wie Sauerstoffdurchlässigkeit, Benetzbarkeit, Robustheit, Neigung zu Ablagerungen und der Speicherung von Flüssigkeit. Weiterhin haben diese Materialien aufgrund ihrer Polymerzusammensetzung und Herstellungstechnik auch unterschiedliche Nutzungszeiträume wie täglich, 14-tägig, monatlich, halbjährlich, jährlich oder alle zwei Jahre.

Das Ziel des Kontaktlinsenspezialisten und der kontaktlinsenherstellenden Industrie ist es, für jeden Fehlsichtigen komfortable Contactlinsen zu finden, die er bei bester Sauerstoffversorgung und ohne zeitliche Einschränkung tragen kann. Eine Kontaktlinse mit guter Optik und nicht so guter Verträglichkeit ist keine zufriedenstellende Lösung für den Anwender. Der Contactlinsenträger soll möglichst wenig von den Linsen merken.

Neben der idealen Passform der Contactlinse an das Auge, die den Tränenaustausch und die damit verbundene Nährstoffversorgung der Hornhaut gewährt, ist eine weitere wichtige Forderung an die Contactlinse die Sauerstoffdurchlässigkeit für jahrzehntelangen optimalen Tragekomfort. Während die Linsen ganz zu Beginn, vor mehr als hundert Jahren, gar keinen Sauerstoff an das Auge gelangen ließen, steigerte sich der Sauerstoffdurchlass in den letzten Jahren enorm. Contactlinsenmaterialien der neueren Generation lassen soviel Sauerstoff an das Augengewebe, dass sie von europäischen Behörden und der sehr strengen amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung bekommen, 30 Tage und Nächte ununterbrochen getragen werden zu dürfen, sogenannte Tag- und Nachtlinsen. Bei regelrechter Anwendung und regelmäßigen Kontrollen des vorderen Augenabschnittes und besonders der Hornhaut bekommt der Anwender das Gefühl keine Fehlsichtigkeit zu haben.

Ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Nachtlinsen, die ausschließlich nachts beim Schlafen getragen werden. Tagsüber braucht man dann keine Contactlinsen mehr, weil die spezielle Geometrie der Orthokeratologie-Kontaktlinse nachts die Form der Vorderfläche des Auges so verändert, dass tagsüber ohne Sehhilfe die optimale Sehschärfe erreicht wird. Trägern dieser Nachtlinsen macht die trockene Büroluft nichts aus und sie können keine Kontaktlinsen mehr verlieren, wenn sie ihren Sport ausüben.

Aber auch die neuen Geometrien für multifokale oder bifokale Kontaktlinsen eröffnen neue Versorgungsmöglichkeiten bei Kontaktlinsenträgern, die zu ihrem Sehfehler in der Ferne nun auch Probleme beim Lesen bekommen. War früher nur eine zusätzliche Lesebrille zu den Fern-Contactlinsen oder die Monovision möglich, so können nun auch Zwischendistanzen korrigiert werden. So kann die Generation 40+ nicht nur ihr Alter am Arbeitsplatz vertuschen, sondern braucht auch nicht auf spezielle Sportarten, wie bspw. Tennis, zu verzichten.

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